Fußball

Tor­hü­ter-Legen­de Hans Koch und sein EM-Tipp

Es gibt nur wenige Fußballfans in Kärnten, die Torhüter-Legende Hans Koch (68) nicht kennen. Was er über die österreichische Nationalmannschaft und ihre EM-Chancen denkt, erzählt er im „KLiCK Kärnten“-Interview.

Tor­hü­ter-Legen­de Hans Koch und sein EM-Tipp Der ehemalige Tormann Hans Koch (68) hatte in seiner aktiven Karriere prominente Ersatz-Torhüter: Franz Wohlfahrt und Wolfgang Knaller.

© kope

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Der gebür­ti­ge Feld­kirch­ner Hans Koch zählt zu den legen­dä­ren Tor­hü­tern in Kärn­ten. Noch mit 67 Jah­ren stand er in der Steu­er­ber­ger Reser­ve­mann­schaft im Tor. In den Spiel­pau­sen der Kärnt­ner-Liga-Spie­le des SV Feld­kir­chen ist er Haupt­dar­stel­ler des Elf­me­ter-Gewinn­spiels „Loch den Koch“.

KLiCK Kärn­ten: Sie haben eine unglaub­li­che Kar­rie­re im Kärnt­ner Ama­teur­fuß­ball hin­ge­legt. Was waren die Höhe­punk­te?

Hans Koch: Ich habe zwei Jah­re mit dem SV St. Veit in der 2. Divi­si­on als Ein­ser-Goa­li gespielt. Auf der Ersatz­bank saß der spä­te­re Natio­nal­tor­hü­ter Franz Wohl­fahrt. Mit dem SV Feld­kir­chen wur­de ich zwei Mal Kärnt­ner Meis­ter. Hier saß auf der Ersatz­bank mit Wolf­gang Knal­ler ein wei­te­rer spä­te­rer Natio­nal­tor­hü­ter.

Für Ihre per­sön­li­che Nach­fol­ger ist gesorgt, oder?

Mein Sohn Oli­ver (12) ist auf dem bes­ten Weg zu einem guten Tor­hü­ter. Im Moment spielt er im Nach­wuchs des SV Steu­er­berg. Für ihn zählt wie für mich in jun­gen Jah­ren nur der Fuß­ball.

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Hans Koch mit sei­nem Sohn Oli­ver (12), der selbst Tor­mann ist.
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Die Fuß­ball-EM steht vor der Tür. Was den­ken Sie über die letz­ten Test­spie­le der öster­rei­chi­schen Natio­nal­mann­schaft?

Für mich als Tor­mann hat mir Dani­el Bach­mann sehr gut gefal­len, er ist für mich eine Ein­ser­bank. Es hat mich nur gewun­dert, war­um er nicht schon im WM-Qua­li­fi­ka­ti­ons­spiel in Schott­land im Tor gestan­den ist. Die Test­spie­le selbst waren nicht das Non­plus­ul­tra. David Ala­ba hat, abge­se­hen von Sonn­tag gegen die Slo­wa­kei, immer auf den fal­schen Posi­tio­nen gespielt. Er gehört auf die lin­ke Sei­te oder als Sech­ser ein­ge­setzt. Mar­ko Arn­au­to­vic war gegen die Slo­wa­kei dafür, dass er wenig Spiel­pra­xis hat, sehr gut drauf. Aller­dings reicht es bei ihm nur für 30 Minu­ten, in die­ser Zeit kann er erb ein Spiel ent­schei­den.

Wie sehen Sie die Chan­cen?

Man darf nicht alles schlecht reden. Es feh­len noch der Rhyth­mus und die rich­ti­ge Auf­stel­lung. Team­chef Fran­co Foda ist noch immer auf der Suche. In der zwei­ten Halb­zeit haben nicht ein­mal die Spie­ler gewusst, wer wo spielt. Mar­tin Hin­ter­eg­ger muss­te sogar die Mit­spie­ler fra­gen. Öster­reich muss sich sehr anstren­gen, um die Grup­pen­pha­se zu „über­le­ben“.

Wer wird Euro­pa­meis­ter?

Ganz klar, Favo­rit ist Frank­reich. Sie haben die bes­te Mann­schaft mit den bes­ten Stür­mern. Die Deut­schen sind maxi­mal Außen­sei­ter. Sie haben das­sel­be Pro­blem wie Öster­reich: Da weiß der Trai­ner auch noch nicht, wer spie­len wird.

08.06.2021 07:28
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